Immer gut aufgehoben
Der Gründungspate stellt sich vor!
Interview mit dem Gründungspaten
Wie kommt man darauf, Gründungspate zu werden?
Aus Überzeugung! Ich habe selbst erfahren, wie mühsam es sein kann, sich selbständig zu machen. Damals hätte ich mir jemanden gewünscht, der mich während der gesamten Existenzgründung mit Rat und Tat begleitet – einen Gründungspaten eben.
Wie unterscheiden Sie sich von Trainern, Beratern und Coaches?
Ich gebe praktische Unterstützung in der konkreten Situation und bei den Kunden vor Ort. Ich begleite meine Kunden auf Augenhöhe und zwar solange bis ihre Selbständigkeit etabliert ist. Dabei stehe ich dann auch wirklich an ihrer Seite und leiste handfeste Hilfe-zur-Selbsthilfe.
Mit einem Wort: Ich mache Mut, packe selbst mit an und lasse meine Kunden nicht alleine!
Wollten Sie schon immer selbständig sein?
Nein! Ich habe mich als Angestellter in drei deutschen Konzernen mehr als 20 Jahre lang wohl gefühlt. Als Diplom-Betriebswirt hatte ich die meiste Zeit davon Projekt- und Führungsaufgaben und war so weitgehend eigenverantwortlich. Selbständigkeit war damals kein Thema für mich.
Wie kam es dann zu Ihrer Selbständigkeit?
Ganz unerwartet! Mit 45 Jahren war meine normale Berufslaufbahn zu Ende: plötzlich war der Arbeitsplatz weg, eine neue Stelle konnte ich nicht finden und eigentlich wollte ich Sie auch nicht mehr. Ich wollte mein eigener Herr sein. Leider hatte ich keine zündende Idee dafür.
Wie macht man sich ohne Geschäftsidee selbständig?
Gar nicht! Also habe ich erst einmal Gründungsseminare besucht, kluge Bücher gelesen, ausgiebig im Internet recherchiert, mit Familie und Freunden diskutiert und mir wochenlang den Kopf zerbrochen. Die passende Geschäftsidee habe ich so zwar nicht gefunden, aber ich habe Menschen kennen gelernt, die in meinen Augen genau den richtigen Beruf hatten: die Gründungsberater. Also habe ich mich nach 9 Monaten Arbeitslosigkeit als Gründercoach selbständig gemacht.
Wie wurde aus dem Berater/Coach der Gründungspate?
Als Gründungsberater habe ich im Auftrag der Stadt München rund 150 Arbeitslose ein Stück weit auf dem Weg in die Selbständigkeit begleitet. Dabei ging es vor allem darum, die Gründungsmethode und spezielles Wissen zu vermitteln. Vielen Gründern hat das nicht gereicht. Und ich war auch unzufrieden, weil ich den Menschen nicht das geben durfte, was sie wirklich voranbringt. Deshalb bin ich jetzt der Gründungspate!
Sie haben Sie sich auf Hochqualifizierte über 40 Jahren spezialisiert - wieso?
Weil ich selbst zu dieser Gruppe gehöre. Ich kann mich in die Situation dieser Menschen sehr gut hineinversetzen und werde von ihnen auch auf Anhieb akzeptiert. Gerade diese Menschen werden heute schnell aufs berufliche Abstellgleis geschoben. Das ganze Wissen, die Fähigkeiten und die wertvollen Lebenserfahrungen liegen dann brach. Außerdem brauchen die meisten ja auch noch Arbeit und Einkommen bis zur Rente. Die Selbständigkeit ist da für viele eine echte berufliche Alternative.
Wie können Sie als Gründungspate helfen?
Indem ich die Menschen und ihre Ideen ernst nehme. Das bedeutet als erstes: ich höre ihnen ganz genau zu und finde so heraus, was Ihnen wirklich wichtig ist und wofür sie sich begeistern. Als nächstes geht es um die persönlichen Ressourcen des Menschen: was sind seine Stärken, Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten. Schließlich kommt die Geschäftsidee dran: wir feilen solange daran, bis sie rund ist und auch tatsächlich zum Menschen passt. Da sind die fachlichen und persönlichen Kriterien gleich wichtig. So entsteht Schritt für Schritt ein Geschäftsmodell, das genau zum jeweiligen Menschen passt – ein Unikat.
Welche Erfahrungen machen Sie dabei?
Ich arbeite zusammen mit den Kunden am gleichen Werkstück. Ich fühle mich für ihre Selbständigkeit genauso verantwortlich, wie für meine eigene. So entsteht gegenseitiges Vertrauen und Verbindlichkeit. Es kommt eine spannende Entwicklung in Gang, die mit jedem Kunden anders ist. Deshalb bin ich sehr gerne Gründungspate.
Worauf können sich die Menschen bei Ihnen verlassen?
- Ich sage, was ich denke.
- Ich tue, was ich sage.
- Ich mache nur das, wovon ich wirklich etwas verstehe.
- Ich setze mich gerne voll ein.
Wie sind Sie eigentlich privat?
Vor allem ein richtiger Familienmensch, mit Frau und 3 Kindern. Ich bin ich sehr bodenständig, erdverbunden und habe großen Respekt vor der Schöpfung. Soziale Verantwortung ist mir wichtig, deshalb engagiere ich mich auch ehrenamtlich für Arbeitslose. Es geht mir also immer um den Menschen – egal ob privat oder beruflich.
Lernen Sie mich kennen!